Die Essensretter

Die Story im Ersten: Die Essensretter

Mehr als die Hälfte aller Lebensmittel landet im Müll! Mit diesem Ergebnis schockierte die Dokumentation “Taste the Waste” (2011) und löste eine heftige, öffentliche Debatte aus. Im Nachfolgefilm “Die Essensretter” stellt Regisseur Valentin Thurn Lösungsansätze aus ganz Europa vor, wie der Lebensmittel-Müllberg verringert werden kann.

Mit Klick auf den Link unten gelangt ihr zu einem Video.

Video Die Essensretter

 

Water Makes Money

Water Makes Money ist ein Dokumentarfilm von Leslie Franke und Herdolor Lorenz aus dem Jahr 2010. Er kritisiert das Modell des Public Private Partnership (PPP). 

Die Autoren und PPP-Gegner liefern Hinweise darauf, dass durch privat-öffentliche Partnerschaften in der Wasserwirtschaft die Verbraucherpreise steigen und die Qualität der Wasserversorgung sinkt.

Im Zentrum der Kritik stehen die französischen Wasserversorgungsunternehmen GDF Suez und Compagnie Générale des Eaux (heute Veolia Environment). Anhand von Beispielen, vornehmlich aus Frankreich und zum Teil aus Deutschland, werden die wirtschaftlichen Folgen von Privatisierungen im Bereich der Wasserwirtschaft aufgezeigt. Wiederholt klagen die Filmemacher undurchsichtige Finanzierungsverträge zwischen Kommunen und privaten Versorgern an. Der Film kritisiert zudem steigende Wasserpreise bei geringerem Wartungsaufwand. Angebliche Erlöse der Kommunen bei der Vergabe (sogenanntes Eintrittsgeld) werden als Kredite der Kommunalpolitiker bei den Vorsorgern erwiesen, deren Kosten von den Versorgern vereinbarungsgemäß auf die Wasserpreise aufgeschlagen werden.

(Text von http://de.wikipedia.org/wiki/Water_Makes_Money)

[youtube]http://youtu.be/vv5kQa3zVXw[/youtube]

Bauern in der Stadt

Aus Schweiz aktuell vom 26.02.2013, 18:59 Uhr

Bauern der Grossstadt

Schweizer Jungunternehmer haben in Basel einen Pilotversuch gewagt: «Urban Farming» nennt sich diese Idee.
 
Mitten in der Stadt auf einem Dach Gemüse anpflanzen oder Fische züchten:
Das ist nicht irgendeine Zukunftsphantasie sondern eine Bewegung,
die weltweit am wachsen ist….
Schau Dir das interessante Video an (3:46 Minuten Dauer)
 
Aus Kulturplatz vom 23.05.2012, 22:26 Uhr

Phänomen «Urban Farming»

Immer mehr Stadtbewohner suchen die Natur zuhause. Balkongärten explodieren, Quartier-Gärten entstehen. Coole Selbstdarsteller wollen Unkraut jäten, Künstler pflanzen Kartoffeln: Ist das die Sehnsucht des modernen Menschen nach Ruhe und Ursprünglichkeit? Liegt die Zukunft der Landwirtschaft in der Stadt? «Kulturplatz» besucht urbane Gärten und trifft Bürger, die nicht nur ihr eigenes Gemüse essen, sondern auch ein politisches Zeichen setzen wollen. Günther Vogt, der bekannteste Landschaftsarchitekt der Schweiz, erklärt, warum «Urban Farming» mehr als ein aktueller Trend ist.
 
Schau Dir das interessante Video an (6:05 Minuten Dauer)

Taste the waste…

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=UY_Bk1XmKMc[/youtube]

Ein Film von Valentin Thurn

50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen: Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Und fast niemand kennt das Ausmaß der Verschwendung.

Wer macht aus Essen Müll? Welche Folgen hat die globale Nahrungsmittel-Vernichtung für das Klima? Und für die Ernährung von sieben Milliarden Menschen?

Der Film findet Antworten bei Bauern, Supermarkt-Direktoren, Müllarbeitern und Köchen. In Deutschland, Österreich, Japan, Frankreich, Kamerun, Italien und den Vereinigten Staaten. Und er findet Menschen, die unserem Essen mehr Wertschätzung entgegenbringen und Alternativen entwickelt haben, um die Verschwendung zu stoppen.

Essen wegzuwerfen findet niemand gut — „weil andere nichts zu essen haben“, sagen die Jüngeren und die Älteren erinnern sich noch an den Hunger im Krieg: „Da waren wir um jeden Kanten Brot froh.“ Aber wir alle machen mit beim großen Ex und Hopp!

Valentin Thurn hat die Wirklichkeit in unseren Mülltonnen aufgespürt. In den Abfall-Containern der Großmärkte, der Supermärkte und denen vor unserer Haustür. Sie enthalten Massen einwandfreier Lebensmittel, teilweise noch originalverpackt, oft ist nicht einmal das Haltbarkeitsdatum abgelaufen. Über zehn Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr werden allein in Deutschland weggeworfen. Und es werden immer mehr! Warum werfen wir so viel weg? Auf der Suche nach Erklärungen spricht Valentin Thurn mit Supermarkt-Verkäufern und -Managern, Bäckern, Großmarkt-Inspektoren, Ministern, Psychologen, Bauern und EU-Bürokraten.

Was er findet ist ein System, an dem wir uns alle beteiligen: Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an. Bis spät in den Abend muss das Brot in den Regalen frisch sein, zu jeder Jahreszeit gibt es Erdbeeren. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, ein Riss in der Kartoffel oder eine Delle im Apfel, und sofort wird die Ware aussortiert. Joghurtbecher schon zwei Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Dass wir die Hälfte unseres Essens verschwenden, wirkt sich verheerend auf das Weltklima aus.

Die Folgen reichen weit, denn die Auswirkungen auf das Weltklima sind verheerend. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger und Pestiziden, Regenwald wird für Weideflächen gerodet. Mehr als ein Drittel der Treibhausgase entsteht durch die Landwirtschaft. Nicht unbedeutend sind auch die auf den Müllkippen vergärenden Lebensmittel-Abfälle, denn die entstehende Klimagase haben entscheidenden Einfluss auf die Erderwärmung.

TASTE THE WASTE zeigt, dass ein weltweites Umdenken stattfindet und dass es Menschen gibt, die mit Ideenreichtum und Engagement diesem Irrsinn entgegen treten.

Kleine Schritte, die eine große Chance bedeuten.

 

(Text von http://tastethewaste.com/info/film)

Der Film “Food Inc.” und seine Kernaussage

Food Inc.

Food Inc.

Wer den Film “Food Inc.” nicht schauen mag, hier die Kernaussage des Films in kurzen Worten (zu sehen ab Laufzeit 1:25:55):

Sie können über Veränderungen dieses Systems abstimmen.
Dreimal am Tag.

Kaufen Sie bei Firmen ein, die
ihre Arbeiter
   ihre Tiere
     und die Umwelt
         respektvoll behandeln.

Im Supermark wählen Sie Lebensmittel aus,
      die Saison haben.
      Kaufen Sie Bioprodukte.
      Finden Sie heraus, was in ihrem Essen ist
      Lesen Sie die Beschriftung.

Unser Durchschnittsessen
                         reist Hunderte von Kilometern
von der Farm in den Supermarkt.
                          Kaufen Sie regionale Produkte.
                          Besuchen Sie Wochenmärkte.
                          Legen Sie sich einen Garten an.
                                            (Auch wenn er nur klein ist)

Kochen Sie mit ihrer Familie und essen sie gemeinsam.

Jeder hat ein Recht auf gesunde Nahrung.
        Fordern Sie die Schule auf, Ihre Kinder mit
                       gesundem Mittagessen zu versorgen

Unsere Lebensmittel-Kontrollbehörden
            sollen Sie und Ihre Familie beschützen.
Teilen Sie Ihrem Parlament mit, dass die
Nahrungsmittelstandards verbessert werden müssen.

Wenn Sie das Tischgebet sprechen, bitten Sie um
Nahrungsmittel, die uns und unseren Planeten
                            gesund erhalten.

Mit jedem Bissen, den Sie tun,
können Sie die Welt verändern.

Was essen wir wirklich?

Hansjörg Walter

Präsident Schweizerischer Bauernverband, Nationalrat (SVP/TG) über “What to eat or not to eat: that is the question”.
Hansjörg Walter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes
 

„Food Inc. Was essen wir wirklich?“ ist ein Film von Robert Kenner, der die amerikanische Land- und Lebensmittelindustrie unter die Lupe nimmt. Das Bild, das er zeigt, ist erschütternd.

Hühner, die so schnell wachsen und so viel Gewicht auf die Waage bringen, dass sie kaum mehr laufen können. Rinder in gigantischen Herden, die – obwohl von Natur aus Wiederkäuer und damit Grasfresser – mit einer ausschliesslichen, energiereichen Maisdiät völlig fehl ernährt werden.

Gentechnik gehört sowieso dazu und mit Lobbyisten durchsetzte Behörden verhelfen Firmen wie dem Saatgutkonzern Monsanto zu einseitigen Marktvorteilen und damit riesigen Gewinnen. Ganz zu schweigen von den Abertausenden von illegalen Arbeitern in der Land-, Lebensmittel- und Gastroindustrie, die sicherstellen, dass US-Lebensmittel so unglaublich billig sind.

Warum erzähle ich das Ihnen, lieber Leserin, lieber Leser, des Journals 21? Weil für mich ein System, in dem Lebensmittel einfach nur möglichst billig sein müssen, ein krankes System ist. Sicher, Amerika ist ein krasses Beispiel, das zeigt sich auch in anderen Bereichen. Dennoch offenbaren diese Zustände, wohin wir uns entwickeln. Dioxine in den Futtermitteln haben wir auch in Europa, Gammelfleisch-, Hormon und Antibiotikaskandale ebenfalls. Die Devise heisst nicht nur in Amerika „grösser, schneller, kostengünstiger, wettbewerbsfähiger“. In Europa müssen die Kühe ebenso immer mehr Milch geben, die Hühnchen schneller wachsen, alle Produkte allzeit und möglichst günstig verfügbar sein.

Die Schweiz hat vor fast 20 Jahren entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen. Die Basis unserer Produktion soll – so beschlossen Volk und Politik – nachhaltig, tierfreundlich aber marktwirtschaftlich sein. Für die Bauern war die Umstellung von der gesorgten Nachkriegszeit ins neue System gewöhnungsbedürftig und so dauerte es einige Jahre bis sie dessen Vorteile erkennen und dahinter stehen konnten. Dank strengen Gesetzen und Kontrollen haben wir heute ein Niveau in Bezug auf Ökologie und Tierschutz, das sich weltweit einmalig nennen darf. Das Direktzahlungssystem, das die Bauern für die nicht marktfähigen Leistungen entschädigt, auch. So weit so gut.

Der Trend hin zu immer billigeren Lebensmitteln hat nun leider auch bei uns Einzug gehalten. Unsere paar wenigen Grossverteiler bewerben seit einiger Zeit ausschliesslich Preissenkungen und unterbieten sich stetig gegenseitig. Der Bundesrat spricht von der Hochpreisinsel Schweiz und will die Bauern über ein Freihandelsabkommen mit der EU auf mehr Wettbewerbsfähigkeit trimmen. Es ist sicher immer möglich, sich zu verbessern und Kosten zu sparen.

Überbetriebliche Zusammenarbeit oder die Senkung von Maschinenkosten bei den Bauern sind nur zwei Beispiele dafür. Die beiden grossen Detailhändler könnten Kosten sparen, in dem sie weniger luxuriöse Kauftempel aufstellten. Anstelle von viel Glanz und Glamour können sie mit etwas bescheideneren Läden ihre Wettbewerbskraft gegenüber den Discountern verbessern, ohne bei den Produzentenpreisen den Hebel ansetzen zu müssen. Vergessen wir jedoch eines nicht: Unsere Lebensmittel kosten mehr als im Ausland, aber wir verdienen auch besser! Jede Kaufkraftstudie belegt, dass wir in der Schweiz so wenig für’s Essen ausgeben, wie praktisch niemand sonst auf der Welt.

Food Inc. Was wollen wir wirklich essen? Mit dieser Frage möchte ich meinen Kommentar schliessen. Rücksicht gegenüber der Natur, den Nutztieren und den Menschen gehen nicht zusammen mit immer billiger. Wollen wir weiter eine Qualitätsführerschaft oder günstige und zweifelhafte Massenproduktion? Wir befinden uns aktuell auf der Suche nach einem neuen Optimum. Bleibt zu hoffen, dass diese uns nicht – wie bei vielen anderen Trends – auf die Spur in Richtung Amerika führt!

(Artikel und Foto stammt von journal21.ch)