Regionale Vertragslandwirtschaft Winterthur

“Regionale Vertragslandwirtschaft”

Unsere Statuten lehnen sich an die Charta des Westschweizer Verbandes der Vertragslandwirtschaft FRACP an.

Grundkonzeption

Die Charta der regionalen Vertragslandwirtschaft definiert die Grundlagen für alle bestehenden und zukünftigen Initiativen im Bereich der regionalen Vertragslandwirtschaft (ACP). Die Charta dient als gemeinsame Basis für die unterschiedlichen Initiativen und soll gewährleisten, dass deren Arbeitsweisen überschau- und überprüfbar sind.
Die Charta bekennt sich zur Definition von Ernährungssicherheit, die festschreibt, dass:
Ernährungssicherheit das RECHT einer Bevölkerung, eines Landes oder einer
Gruppe ist, die Politik in Bezug auf Landwirtschaft und Ernährung, ohne Preisdumping
zu Lasten anderer Länder, zu bestimmen. Im Mittelpunkt steht die lokale Landwirtschaft
mit dem Ziel, die Bevölkerung zu ernähren. Die BäurInnen haben das Recht,
Lebensmittel zu erzeugen; die KonsumentInnen haben das Recht zu entscheiden, welche
Lebensmittel sie essen wollen, wer diese herstellt und wie diese hergestellt werden. Die
Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse müssen gekoppelt sein an die Herstellungskosten.

Unser Lebensmittel-Netzwerk ist eine konkrete Möglichkeit für alle, sich besser zu vernetzen.

Hier ein paar Argumente, die für dieses Projekt sprechen:

  1. Bessere Qualität – zu einem tieferen Preis als bei den Grossverteilern: Das wird möglich durch Ausschalten von Handelsmargen – wir beziehen direkt vom Gemüse-Produzent
    Die Konsumenten übernehmen den Transport zu den Unter-Depots, gelegentl. Mithilfe/Teilnahme z.B. bei Engpässen, Ernte, Events…
  2. Erhaltung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft – statt zunehmender Konzentration auf Agrar-Grossbetriebe
  3. Gemeinschaft: Risiko teilen – Sicherheit für Produzenten durch Jahresverträge
  4. Kleine überschaubare Netzwerke – wo man einander kennt – werden in Zukunft sozial und politisch immer wichtiger werden
  5. Ernährungs-Souveränität: Es ist ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit

Die Qualität der Lebensmittel die wir selber produzieren nimmt zu

  • Möglichst wenig Hybrid-Sorten
  • alte bewährte Sorten können wieder angebaut werden
  • mehr Vitalstoffe, Aroma, Spurenelemente usw.
  • frischer, durch kurze Transportwege

Die Qualität der Lebensmittel des normalen Marktes nimmt ab

EU-Bio: Aufweichung der Bio-Qualität; Welthandel: Zerstört die kleinräumigen Strukturen, liefert immer schlechtere Qualität, geht immer mehr Richtung Industrie-Produktion; Konzerne: Monopolisieren den Markt, bei Saatgut haben sie bereits ein Quasi-Monopol; Codex Alimentarius: Um nationale Standards zu unterlaufen, sollen industriefreundliche Standards mittels internationalen Organisationen weltweit eingeführt werden. Dadurch könnten Agro-Multis die Nahrungsmittel-Produktion künftig beherrschen.
Pharma-/Chemie-Lobby
: Versuchen mit allen Mitteln Gen-Food durchzudrücken

Primär geht es bei der “Regionalen Vertragslandwirtschaft” darum, die grundlegende Funktion der Landwirtschaft – die Menschen zu ernähren – sowohl an den Bedürfnissen der Gesellschaft auszurichten als auch den Produzenten faire Einkommen zu garantieren.

Hauptziele umfassen Folgendes:

  • saisonale, regionale und gentechfreie Produkte zu fairen und vernünftigen Preisen
  • Produktqualität vor Produktmenge
  • Vernetzung von Produzenten und Konsumenten
  • Soziale und ökologische Nachhaltigkeit
  • Verwertung der gesamten Produktion (keine Überschüsse)
  • Konkrete ökonomische Alternative zur Agrarpolitik 2011 des Bundes
  • Kleinbäuerliche Betriebe: Weiterentwicklung sowie Zukunftsperspektiven

 Interesse an weiteren Infos? Schreiben Sie uns ein e-mail an info@StadtLandNetz.ch