Neue Webseite Foodsharing.ch Online

foodsharinglogoLange haben wir darauf gewartet, nun ist es soweit. Seit heute ist die Schweizer Ausführung der Foodsharing Seite Online. Bis anhin nur verfügbar in Deutschland, wo das Projekt gestartet ist, dann in Österreich und nun auch bei uns.Hier geht’s zur Webseite von Foodsharing.ch. Natürlich sind wir auch schon als “Betrieb” registriert, auch wir haben ab und zu einmal überschüssiges Gemüse.

Wie die Natur sie schuf

Krumme Gurken und unförmige Rüebli waren lange aus den Gemüseabteilungen verbannt. Nun werden sie als aussergewöhnliche Naturprodukte gefeiert. Sie stillen das Bedürfnis der Konsumenten nach Ursprünglichem und sollen helfen, die Verschwendung von Lebensmitteln zu mindern. Von Gordana Mijuk

Sie sind rund und prall und glänzen wie frisch polierte Schuhe. Die Auberginen in den Gemüseabteilungen der Grossverteiler sind eine Augenweide. Auch Tomaten oder Paprika sehen aus wie frisch gewichst. Schorfige Kartoffeln oder Äpfel sucht man oft vergebens. Genauso wie knubbelige Karotten oder krumme Gurken. Die feilgebotenen Aprikosen, Zwiebeln oder auch der Eisbergsalat sind zumeist nicht nur form- und farbvollendet, sie sind auch alle etwa gleich gross im Regal. Homogenität ist wichtig für den «guten Gesamteindruck», wie es in den Qualitätsvorgaben des Früchte- und Gemüsehandels heisst. Uniformer Hochglanz: So wollen es die Detailhändler, so wollen es aber vor allem auch die Kunden. Gemüse und Obst, das nicht schön aussehe und nicht der Norm entspreche, bleibe am Abend in den Gestellen liegen. Das zumindest predigten die Branchenvertreter. Bisher.

Ein bedeutender Akteur im Gemüsegeschäft hat nun seine Meinung geändert. Der Grossverteiler Coop wagt es, übergrosses, zu kleines oder gar beschädigtes Gemüse oder Obst in die Regale zu legen. Allerdings wird es nicht unter das sogenannt normale Gemüse gemischt – das soll weiterhin im Einheitslook leuchten. Coop führt eine neue Linie ein: Ünique. Von Hagel beschädigte Walliser Aprikosen machen in diesen Tagen den Anfang. Ünique-Produkte werden billiger angeboten als Standardprodukte. Die Zeit für schrumplige Früchte und Gemüse scheint reif zu sein: «Kunden», so Coop, «haben vermehrt Verständnis für die Launen der Natur.» Das einst als hässlich abgeschriebene Obst und Gemüse wird nun als «aussergewöhnliches Naturprodukt» gepriesen.

Gemüse landet auf Misthaufen

Urs Amacher fährt mit dem Traktor ein. Sein Hof liegt in Dänikon im Zürcher Furttal. Im blauen Overall springt er flink von seinem Hochsitz und läuft zügig zur Kühlhalle. Die Initiative von Coop klinge gut, findet er. Doch sei abzuwarten, ob es der Grossverteiler wirklich ernst meine oder ob das Ganze bloss Werbezwecken diene. «Aussergewöhnliche Naturprodukte» wachsen auch bei Amacher. Bloss kann er sie nicht verkaufen, weder dem Detailhandel noch der Industrie. In der Lagerhalle hat er eine Auswahl von unförmigem Gewächs bereitgelegt. «Diese Gurke ist für den Markt zu krumm», sagt er und zeigt auf ein Exemplar, das einem Gehstock ähnelt. «Diese Karotten sind zu kurz und zu grün am Kopf, und bei der Zwiebel hier fehlt auf dieser Seite die Schale. Die kann ich nicht mehr verkaufen. Dabei ist das Gemüse geschmacklich einwandfrei.» Bauer Amacher verfüttert die «minderwertige» Ware deshalb seinen Kühen oder wirft sie auf den Miststock. Salat, der nicht perfekt ist, lässt er auf dem Feld liegen.

Wird sich der auf Hochglanz-Peperoni getrimmte Käufer wirklich auf das hässliche Gemüse einlassen? Amacher zuckt mit den Schultern. «Heute bekommt der Kunde im Winter Erdbeeren vorgesetzt. Wie soll er wissen, was in der Schweiz zu welcher Zeit wächst», sagt er. Und wie soll der Kunde wissen, dass ein zweibeiniges Rüebli gleich gut schmeckt wie ein normkonformes, wenn er doch vergessen hat, dass es so etwas gibt?

Coop glaubt daran, dass er mit seiner neuen Linie eine bestimmte Konsumentengruppe erreichen kann. Ein Marketing-Gag ist die neue Linie kaum. Coop weiss genau, wie Konsumenten ticken. Jeden Tag besuchen eine Million Menschen Coop-Geschäfte und fällen Kaufentscheide, die der Detailhandelsriese akribisch registriert und analysiert. Wie mit einem Seismografen kann er jede Erschütterung des Konsumverhaltens erkennen. Und es gab Erschütterungen: Kunden kaufen vermehrt alte oder aussergewöhnliche Gemüsesorten von Pro Specie Rara, zum Beispiel Tomaten der Sorte Baselbieter Röteli oder Blaue St. Galler Kartoffeln. Ein Zeichen dafür, dass sie Authentisches oder Regionales oder ganz einfach Spezielles essen wollen – kein Einheitsgemüse.

Mirjam Hauser forscht am Gottlieb-Duttweiler-Institut zu den neuesten Konsumtrends im Nahrungsmittelmarkt. Auch sie sieht bei den Konsumenten eine Bewegung hin zum Authentischen. «Menschen haben heute vermehrt das Bedürfnis nach ursprünglichen Produkten», sagt sie. Die Nachfrage nach regional produzierten Produkten ist gross, heimische Rezepte und lokale Produktionen sind wieder in. Die Slow-Food-Bewegung, die explizit alte Gerichte und Produktionsarten fördert, ist ebenfalls Teil dieses Trends.

«Das Bedürfnis nach Authentischem ist eine Gegenbewegung zum industrialisierten, auf Effizienz getrimmten Nahrungsmittelmarkt», sagt Hauser. Viele sind skeptisch gegenüber der Nahrungsmittelindustrie. Die Wertschöpfungskette ist komplex und undurchschaubar geworden. «Die Konsumenten kompensieren ihr verlorenes Vertrauen mit der Sehnsucht nach Echtheit und Einfachheit.» Dieser Trend ist nicht nur beim Essen sichtbar. Authentisches, Ursprüngliches, Natürliches ist vermehrt auch bei der Kleidung, bei Accessoires oder beim Wohnen sichtbar. So sind Rucksäcke mit Lederriemen wieder gefragt oder Holztische aus Grossmutters Zeiten, die oft zu überrissenen Preisen erworben werden. Männer tragen Bart und wollen Bienen züchten, und Frauen flechten ihr Haar und wünschen sich einen Garten auf dem Dach ihrer Stadtwohnung.

Nichts mehr wegwerfen

Dass in der Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum Konsum auch in der Schweiz Tonnen von Lebensmitteln verloren gehen – aufgrund von Schönheitsvorstellungen oder weil sie ungegessen im Kühlschrank verrotten -, ist für immer mehr Menschen unerträglich. «Manche Konsumenten wollen mit ihrem bewussten Konsum ein Zeichen setzen», sagt Hauser.

Nischenanbieter sind bereits auf den Trend aufgesprungen, wie etwa der «Bachser Märt» in der Region Zürich. Das Unternehmen mit Läden in der Stadt und auf dem Land hat sich auf die Fahne geschrieben, in seiner Lebensmittelkette keine Nahrung wegzuwerfen: «Zero Waste» – nichts wegwerfen, alles brauchen – vom Bauer über den Handel bis in die Läden, das ist das Ziel. «Unsere Bauern können uns alles vom Feld liefern, was qualitativ gut ist, unabhängig vom Aussehen», sagt Geschäftsleitungsmitglied Rebecca Hofer. Sie befürwortet denn auch den Schritt, den Coop nun macht, ärgert sich jedoch darüber, dass das Gemüse billiger verkauft wird. «Das mindert den Wert der einwandfreien Produkte.»

Unter dem Namen «Krumme Gurke» haben junge Leute in Zürich vor kurzem ein Projekt gestartet, das für das nonkonforme Gemüse neue Absatzmärkte schaffen will. «Wir wollen diese Lebensmittel an Mensen, Kantinen und Kindertagesstätten vermitteln, die kreative Gerichte damit kochen», sagt Sandra Müller. Gemüseproduzenten begrüssen die Idee, und auch mit Mensen sei man im Gespräch.

Die Konsumenten werden entscheiden, ob es das hässliche Obst und Gemüse zurück auf unsere Teller schafft und wir fortan mehr auf unsere Gaumen setzen als auf unsere Augen.

Artikel aus der «NZZ am Sonntag» vom 04.08.2013, Seite 17:

Abfallmengen

Wie viel Gemüse und Obst Schweizer Bauern wegen der strengen Qualitätsnormen aussortieren müssen, ist schwer zu beziffern. Die Verlustmenge ist abhängig vom jeweiligen Boden und von der Witterung. Laut Schätzungen des Instituts für Umweltentscheidungen der ETH gehen pro Jahr 200 000 bis 300 000 Tonnen eigentlich einwandfreier Lebensmittel bei Landwirten oder in Sortierbetrieben verloren. Die Produkte landen auf dem Miststock oder in Biogasanlagen oder werden verfuttert. Manche Früchte können allerdings bei Bedarf zu Most oder Schnaps weiterverarbeitet werden.

Swisscofel, der Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels, hält diese Zahl für zu hoch. «Der grösste Teil des Gemüses verdirbt zu Hause beim Konsumenten», sagt Marc Wermelinger, Geschäftsführer von Swisscofel. Der Verband will dennoch prüfen, ob er die von der Branche definierten Normen lockern kann.

Die EU, deren Normen zur Krümmung der Gurke zum Symbol der Brüsseler Bürokratie geworden sind, hat die gesetzlichen Vorschriften für Salatgurken sowie andere Obst- und Gemüsesorten schon vor Jahren aufgehoben. Gebracht hat dies aber wenig, da der Handel weiter mit offiziellen und inoffiziellen Qualitätsnormen arbeitet. Laut einer Uno-Studie finden Bauern in der EU für einen Fünftel ihrer Ernte keine Abnehmer, weil er als minderwertig gilt. (ami.)

 Artikel aus der «NZZ am Sonntag» vom 04.08.2013, Seite 17:

Taste the waste…

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Ein Film von Valentin Thurn

50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen: Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Und fast niemand kennt das Ausmaß der Verschwendung.

Wer macht aus Essen Müll? Welche Folgen hat die globale Nahrungsmittel-Vernichtung für das Klima? Und für die Ernährung von sieben Milliarden Menschen?

Der Film findet Antworten bei Bauern, Supermarkt-Direktoren, Müllarbeitern und Köchen. In Deutschland, Österreich, Japan, Frankreich, Kamerun, Italien und den Vereinigten Staaten. Und er findet Menschen, die unserem Essen mehr Wertschätzung entgegenbringen und Alternativen entwickelt haben, um die Verschwendung zu stoppen.

Essen wegzuwerfen findet niemand gut — „weil andere nichts zu essen haben“, sagen die Jüngeren und die Älteren erinnern sich noch an den Hunger im Krieg: „Da waren wir um jeden Kanten Brot froh.“ Aber wir alle machen mit beim großen Ex und Hopp!

Valentin Thurn hat die Wirklichkeit in unseren Mülltonnen aufgespürt. In den Abfall-Containern der Großmärkte, der Supermärkte und denen vor unserer Haustür. Sie enthalten Massen einwandfreier Lebensmittel, teilweise noch originalverpackt, oft ist nicht einmal das Haltbarkeitsdatum abgelaufen. Über zehn Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr werden allein in Deutschland weggeworfen. Und es werden immer mehr! Warum werfen wir so viel weg? Auf der Suche nach Erklärungen spricht Valentin Thurn mit Supermarkt-Verkäufern und -Managern, Bäckern, Großmarkt-Inspektoren, Ministern, Psychologen, Bauern und EU-Bürokraten.

Was er findet ist ein System, an dem wir uns alle beteiligen: Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an. Bis spät in den Abend muss das Brot in den Regalen frisch sein, zu jeder Jahreszeit gibt es Erdbeeren. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, ein Riss in der Kartoffel oder eine Delle im Apfel, und sofort wird die Ware aussortiert. Joghurtbecher schon zwei Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Dass wir die Hälfte unseres Essens verschwenden, wirkt sich verheerend auf das Weltklima aus.

Die Folgen reichen weit, denn die Auswirkungen auf das Weltklima sind verheerend. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger und Pestiziden, Regenwald wird für Weideflächen gerodet. Mehr als ein Drittel der Treibhausgase entsteht durch die Landwirtschaft. Nicht unbedeutend sind auch die auf den Müllkippen vergärenden Lebensmittel-Abfälle, denn die entstehende Klimagase haben entscheidenden Einfluss auf die Erderwärmung.

TASTE THE WASTE zeigt, dass ein weltweites Umdenken stattfindet und dass es Menschen gibt, die mit Ideenreichtum und Engagement diesem Irrsinn entgegen treten.

Kleine Schritte, die eine große Chance bedeuten.

 

(Text von http://tastethewaste.com/info/film)

2012: Viele Rückschläge für Agro-Gentechnik – einige Beispiele

Gentech news 273, Januar 2013, von Florianne Köchlin*
2012 : Viele Rückschläge für AgroGenTechnik – Beispiele

1.   Europa
Der Chemiekonzern BASF verzichtet auf Forschung und Freisetzung von GVOs in Europa – der Widerstand sei zu gross. Er will seine Gentech-Kartoffel Amflora aus dem europäischen Markt zurückziehen; sie ist ein Flop. Sonst ist in der EU nur der Gentech-Mais Mon810 zugelassen, doch viele Länder verbieten deren Anbau (u.a. Frankreich und Deutschland). Und die Anzahl von Freisetzungsexperimenten nimmt jedes Jahr ab, so auch 2012. (BASF, 16.1.12)

2.   Indien
Gentech-Bt-Baumwolle galt als grosse Erfolgsstory der Industrie. Doch Regierungsberater gaben zu, dass der Anbau von Bt-Baumwolle in einer schweren Krise steckt – wegen grosser Ernteeinbussen und zahlreicher Selbstmorde von Bt-Baumwoll-Bauern. Eine Parlamentarische Kommission verlangt den sofortigen Stopp aller Versuche. Eine vom indischen Supreme Court eingesetzte Expertengruppe fordert einstimmig ein 10-jähriges Moratorium für GVOs. (Economic Times, 19.10.12)

3.   Weltweit
Die Proteste nehmen zu. Kalifornien hat ganz knapp die Deklaration von GVOs abgelehnt, nachdem die Industrie mit 45Mio $ eine aggressive Gegenkampagne führte. Viele weitere US-Bundesstaaten nehmen das Begehren auf. Süd-Afrika hat 2012 seine Deklarationsvorschriften verschärft. Brasilien zwang Nestlé, GVO-Zutaten in ihren Produkten zu deklarieren. Die Türkei verlangt, dass auch GVO-gefütterte-Tierprodukte deklariert werden. Heute müssen GVOs in 61 Ländern deklariert werden. (CFS, 4.10.12)

4.   Roundup – neue Risikoerkenntnisse
Die allermeisten Gentechpflanzen sind gegen das Herbizid Roundup resistent. Es ist das weltweit meistverkaufte Herbizid. Laut Monsanto werde es schnell abgebaut und sei ungefährlich. Doch zahlreiche neue Studien belegen das Gegenteil, so zum Beispiel: Roundup führt zu Geburtsdefekten bei Amphibien, zu Störungen von Nerven- und Samenzellen bei Laborratten, zum Absterben nützlicher Darmbakterien; Roundup-Spuren wurden im Urin von Stadtbewohnern, im Grundwasser, in Flüssen und selbst im Regen nachgewiesen. (GMWatch, 3.1.12)

5.   Südliches Afrika : Ertragreiche und resistente Cassava (Maniok) – ganz ohne Gentechnik
Cassava liefert viel Kohlenhydrate, und vor allem: Sie erträgt Dürre und karge Böden gut – eine prima Alternative für Regionen, in denen bisher viel anfälligere Getreidesorten angebaut werden. Für Aethiopiens Regierung und Forschungs-Institute hat Cassava Priorität, um die Lebensmittelsicherheit zu garantieren. Neue, ertragreiche Cassava-Sorten sind auf dem Markt. (IITA, 22.12.12)

Zu jeder Meldung können Sie die Referenzen und Hindergrundartikel einsehen unter “Gentech-News Deutsch” auf der Homepage http://www.blauen-institut.ch


*Florianne Köchlin (http://www.blauen-institut.ch) :
Das in Münchenstein (BL, Schweiz) ansässige und im Januar 1999 gegründete Blauen-Institut befasst sich mit der kritischen Beurteilung von gentechnischen Projekten und Entwicklungen. Weitere Arbeitsschwerpunkte bilden die Zusammenarbeit mit Nicht-Industrie-gebundenen Organisationen in Europa, die Entwicklung von Alternativ-Konzepten, die Entwicklung und Durchführung von konkreten Kampagnen im Bereich der Gentechnologie.
Geschäftsführerin ist die Biologin Florianne Koechlin.
Einige Publikationen von Florianne Koechlin:
“PflanzenPalaver. Belauschte Geheimnisse der botanischen Welt.”, 2008, Lenos-Verlag, ISBN 978 3 85787 399 7
“Zellgeflüster. Streifzüge durch wissenschaftliches Neuland.”, 2005, Lenos Verlag. ISBN 3 85787 368 X
“Zukunftsmodell Schweiz. Eine Landwirtschaft ohne Gentechnik?” (Hrsg), 1999, ISBN 3-906081-04-4
“Das patentierte Leben” (Hrsg), 1998, Rotpunktverlag, Zürich, ISBN 3-85869-145-3
“Mythos Gen” (zusammen mit Daniel Ammann), 1997, Utzinger/Stemmle Verlag, ISBN 3-908688-14-0
“Schön, gesund & ewiger leben”, 1994, Rotpunktverlag, Zürich, ISBN 3-85869-159-3

StadtLandNetz: Vereinfachte Strukturen und interne Abläufe

Mit den an der ausserordentlichen GV vom 12.12.12 abgesegneten Anpassungen im Geschäftsreglement und den Statuten werden wir nun unsere internen Abläufe und Strukturen massiv vereinfachen können. Das war uns Verwaltungsmitgliedern ein sehr wichtiges Anliegen und wird uns in den nächsten Tagen und Wochen beschäftigen um die Wünsche entsprechend umzusetzen. Wir sind überzeugt, dass wir dank diesen Massnahmen mit neuem Elan und frischer Energie ins Jahr 2013 starten können. Markus Rüegg hat sich leider entschieden, uns auf dieser spannenden Reise nicht weiter als Präsident zu begleiten. Schweren Herzens akzeptieren wir diese Entscheidung und wünschen ihm alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg. Martin F. Müller wird “ad interim” die Funktion des Präsidenten übernehmen bis an der nächsten Generalversammlung der Posten neu besetzt wird.

Herzlichen Dank allen Genossenschaftern, die an diesem für die Genossenschaft sehr wichtigen Termin teilgenommen haben. Die neuen Statuten und das neue Geschäftsreglement werden in Kürze veröffentlicht werden.

Was waren die Hauptpunkte, über welche wir abgestimmt haben?

  • Abschaffung der StadtLandNetz Kategorie und somit der einkommensbasierten Festsetzung des Abopreises und Anteilsscheines. Es wird neu nur noch einen Preis pro Grösse und Aboart geben. Näheres ist unter Preise zu finden.
  • Probeabonnements können nur noch 1 x pro Monat für maximal 4 Wochen abgeschlossen werden.
  • Der Abschluss eines „Einfachen Abonnements“ bzw. eines „Genossenschafter Abonnements“ ist nur quartalsweise möglich. Die Zeit zwischen dem Ende eines Probeabos und diesen vierteljährlichen Terminen kann nach Rücksprache mit der Verwaltung mit Probeabonnements überbrückt werden.
  • Wir werden nur noch eine Anteilscheingrösse über CHF 300 anbieten.

Herzliche Grüsse

Aktuar StadtLandNetz

Patrick Sigrist

Der Film “Food Inc.” und seine Kernaussage

Food Inc.

Food Inc.

Wer den Film “Food Inc.” nicht schauen mag, hier die Kernaussage des Films in kurzen Worten (zu sehen ab Laufzeit 1:25:55):

Sie können über Veränderungen dieses Systems abstimmen.
Dreimal am Tag.

Kaufen Sie bei Firmen ein, die
ihre Arbeiter
   ihre Tiere
     und die Umwelt
         respektvoll behandeln.

Im Supermark wählen Sie Lebensmittel aus,
      die Saison haben.
      Kaufen Sie Bioprodukte.
      Finden Sie heraus, was in ihrem Essen ist
      Lesen Sie die Beschriftung.

Unser Durchschnittsessen
                         reist Hunderte von Kilometern
von der Farm in den Supermarkt.
                          Kaufen Sie regionale Produkte.
                          Besuchen Sie Wochenmärkte.
                          Legen Sie sich einen Garten an.
                                            (Auch wenn er nur klein ist)

Kochen Sie mit ihrer Familie und essen sie gemeinsam.

Jeder hat ein Recht auf gesunde Nahrung.
        Fordern Sie die Schule auf, Ihre Kinder mit
                       gesundem Mittagessen zu versorgen

Unsere Lebensmittel-Kontrollbehörden
            sollen Sie und Ihre Familie beschützen.
Teilen Sie Ihrem Parlament mit, dass die
Nahrungsmittelstandards verbessert werden müssen.

Wenn Sie das Tischgebet sprechen, bitten Sie um
Nahrungsmittel, die uns und unseren Planeten
                            gesund erhalten.

Mit jedem Bissen, den Sie tun,
können Sie die Welt verändern.

Neue Homepage von StadtLandNetz

Rechtzeitig zum Jahreswechsel und in Anlehnung an unsere Vereinfachung der Strukturen und internen Abläufe, wurde die Homepage von StadtLandNetz überarbeitet und stark vereinfacht. Die wichtigen Informationen sind immer noch über statische Seiten erreichbar, neu ist nun die Blogseite, wo regelmässig interessante Artikel erscheinen, welche im weitesten Sinne etwas mit Ernährung zu tun haben. Ebenfalls werde interessante Filme und andere Medien verlinkt werden.